Schlaue Autos lassen sich nicht klauen

CArtogo
Foto: Daimler AG

Auf den Straßen sind die ersten vernetzen Autos unterwegs. Die Hersteller verkaufen diese Fahrzeuge als vorgeblich „smart“ oder „intelligent“. Der große Vorteil soll sein, dass sie ihre Besitzer automatisch und ohne Diskussion durch die Gegend fahren. Doch sind selbstfahrende Autos wirklich dass, was die Autofahrer erwarten? Eine aktuelle Studie im Auftrag der Messe „Electronica“ zeichnet ein anderes Bild. Von 1.000 befragten Bundesbürger wünschten sich 85 Prozent, dass die „Autos der Zukunft einen Diebstahl erkennen und die Polizei rufen“. 77 Prozent freuen sich auf Autos, die ihren Parkplatz ohne menschliche Hilfe finden. An dritter Stelle der Wunschliste steht die Wartung per Ferndiagnose. Offensichtlich wollen die meisten Autofahrer ihre Autos auch in Zukunft selber fahren.

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Die Ergebnisse des „electronica-Trend-Index 2020“ kommentiert Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München und zuständig für die electronica: „Bis 2020 werden fünf Mal so viele Neufahrzeuge mit Online-Anbindung vom Band der Autohersteller laufen wie heute.“ Die digitale Vernetzung der Fahrzeuge mache es möglich, dass Autos mit Sensoren einen Diebstahlversuch erkennen und im Ernstfall die Polizei rufen. Die Polizei werde unter anderem mit Positionsdaten über den aktuellen Standort des Fahrzeugs informiert.

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 Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, Foto: Messe München

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, Foto: Messe München

Mit Blick in das Ausland zeige sich, dass die Autofahrer in jedem Markt unterschiedliche Schwerpunkte setzen. So sei 76 Prozent der Italiener der digitale Diebstahlschutz im Auto der Zukunft ausdrücklich wichtig – in Großbritannien seien es 59 Prozent und in Japan nur 45 Prozent.

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Bei der Analyse der Wünschen nach smarter Autoelektronik zeigten sich nach Altersgruppen Unterschiede: So sei beispielsweise in Deutschland für 63 Prozent der Menschen „mittleren Alters“ wichtig, dass die Fahrzeuge Online-Unterhaltung  bieten. In der Altersklasse 55-plus fänden solche Entertainment-Wünsche dagegen deutlich weniger Anhänger.

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Ein ähnliches Bild zeige sich bei der Frage nach innovativer Antriebstechnik: 71 Prozent der Altersgruppe 35 bis 54 hielten es für wichtig, dass ein smartes Auto über einen elektrischen Antrieb verfügt. In der Generation 55-plus stehe das Elektroauto dagegen weniger hoch im Kurs.
um/Christian Raum

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